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Freitag, 8. Mai 2015

Körperteile-Ersatz Hypnose ergänzt die physische Therapie

Wenn Patienten ein Körper-Ersatz-Teil, eine Prothese, angepasst wird, dann geht es nicht nur darum Gewicht, Proportionen, Textur und Hautfarbe möglichst perfekt auf den Patienten anzupassen, damit die Hand oder das Bein angenommen werden kann.
Es muss in mühevoller Arbeit auch der Umgang mit einem, den verlustig gegangenen Körperteil ersetzenden, künstlichen Körperteil gelernt werden.
Therapeuten nutzen dazu viele Hilfsmittel. Beispielsweise einen simplen Spiegel um dem Gehirn und sensomotorischen Cortex des Patienten eine funktionierende Hand vorzugaukeln.
Das ist nötig damit der Patient mental die Bewegung überhaupt planen und einleiten kann bevor die Hand diese Bewegung dann tatsächlich ausführen kann. Die Schlichtheit der Täuschung verwundert jedoch, ganz besonders hinsichtlich der Effizienz der Übung.

Die KombinationsMethode "integrierte FunktionsHypnose" synchronisiert bei ProthesenÜbungen die bisher praktizierte Arbeit des Physiotherapeuten mit dem nützlichen mentalen Therapieweg der hypnotisch unterstützen Einleitung der Bewegung. Eine ganz neue Qualität der Übungsergebnisse wird somit möglich. Zur Erläuterung hier ein Versuchsverlauf:

In einer Studie wurden den Probanten Brillen aufgesetzt. Blickte der Probant an sich herab dann sah er durch die Brille jedoch nicht seine eigene Brust, Bauch und Beine. Was er sah war die selbe Ansicht auf dem Körper einer realistischen Schaufensterpuppe. Der Testleiter führte einen Gegenstand auf den Körper der Puppe und berührte diese leicht aber sichtbar. Gleichzeitig wurde auch der Körper des Probanten an gleicher Stelle mit gleicher Intensität berührt. Sehen konnte der Probant die tatsächliche Berührung seines realen Körpers aber nicht. Er sah nur den Vorgang auf dem Puppenkörper. Tauschte der Testleiter nach einigen Durchgängen aber den Gegenstand der Serie leichter Berührungen gegen einen Hammer und schlug diesen gegen den Körper der Puppe schreckte der Probant im Schmerz zusammen, als sei er wirklich mit dem Hammer getroffen worden.

Gleiches geschah im gleichen Testaufbau mit Schaufensterpuppe und Brille für den Probanten, wenn dieser zum Schluss lediglich in der Brille sah wie ein großes Küchenmesser über den Körper der Puppe gezogen wurde, der dem Probanten wiederum ansichtsgleich zu seinem realen Körper vorgespielt worden war: Der Schmerz des Messerschnittes wurde vom Probanten voll realisiert obwohl ihn garnichts berührt hatte.

Der Testaufbau zeigt: Wurde dem Probanten ein Körper der nur annähernd menschlich aussah in einer Ansicht vorgegaukelt die nur annähernd der realen Ansicht entsprach, nahm sein Gehirn dies als Realität an. Der Probant hatte seinen eigenen, realen Körper also quasi "verlassen" und den vorgespielten Körper als seinen eigenen dermaßen akzeptiert, das der Schmerz real verspürt wurde.

Zu sehen war der Versuchsverlauf in einer Folge der SWR-Serie "Das automatische Gehirn" am 9.5.2015

Er zeigt, wie beeinflussbar unser Gehirn ist, wenn ihm eine akzeptable Quelle an Reizen angeboten wird und wie bereitwillig es den Reiz - selbst wenn er tatsächlich garnicht vorhanden ist - voll umsetzt.
Die Synchronisation zwischen physikalischer Therapie und Hypnose, zwischen tatsächlicher und induzierter Sensibilität bzw Mobilität einer Extremität ist also real anwendbarer therapeutischer Nutzen. Hypnose hilft der Physiotherapie ergänzend den Patienten die Hand spüren und bewegen zu lassen. Viel intensiver als ein einfaches Spiegelbild es schon vermag.


Lesen Sie ergänzend zum Thema auch die bereits veröffentlichten Artikel:

Bedeutung der integrierten FunktionsHypnose® in der Prothetik
http://ifhnz.blogspot.de/2013/08/integrierte-funktionshypnose-in-der.html

Patientenfälle unter Einsatz der iFH... Fall 6
http://ifhnz.blogspot.de/2014/05/patientenfalle-unter-einsatz-der-ifh.html

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